Welttag des Standards: Der X3-Standard im Gesundheitswesen für mehr Qualität und Sicherheit

Die X3.Net GmbH möchte auf den 14. Oktober als Welttag des Standards aufmerksam machen. Dieser geht zurück auf die im Oktober 1946 durch 25 nationale Normungsorganisationen festgelegte ISO-Norm. ISO steht einerseits für „International Organisation for Standardization“, andererseits aber auch für das griechische Wort „iso“: gleich. Die ISO-Norm ist ein internationaler Standard, im Gegensatz zur deutschen DIN-Norm. Diese ist aus dem Normenausschuss der Deutschen Industrie hervorgegangen und bedeutet einfach „Deutsches Institut für Normung“. Die Industrie, insbesondere die Elektrotechnik, war somit auch der Vorreiter von einheitlichen Formaten und Produktionsmaßstäben in Deutschland. Der Verband der Elektrotechnik (VDE) war bereits im 19. Jahrhundert an der Vereinheitlichung von technischen Produkten interessiert und begann mit der Erarbeitung von sogenannten Normalien, z.B. für Glühlampen, Eisenbleche oder Drähte. Die erste deutsche Norm stammt aus dem Jahr 1896 und standardisierte Kabelschuhe und Klemmschrauben.

Mit den Jahren entstanden immer mehr Normen, längst nicht nur für technische Produkte. Heutzutage ist beinahe alles genormt: Lebensmittelverpackungen, Produktionsmethoden und Unternehmensprozesse werden nach ISO-Standard entwickelt – und nicht mehr nur das bekannte DIN-Papier, was der ISO-Norm 216 entspricht. Standards dienen den Unternehmen längst als strategisches Instrument zum Qualitätsmanagement und zur Kundenbindung. Durch Standardisierung, Zertifizierung und entsprechende Dokumentierung von Produkten und Prozessen lässt sich Qualität messbar und vergleichbar machen und verschafft dadurch den Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil. Kunden und Verbraucher können sich bei genormten bzw. zertifizierten Produkten ganz auf den Standard und die damit verbundene Sicherheit und Qualität verlassen. Das auf diese Weise entstehende Vertrauen in den Anbieter ist viel wert: Das Deutsche Institut für Normung beziffert den betriebs- und volkswirtschaftlichen Wert der Normen auf rund 16 Milliarden Euro pro Jahr.

In einer Branche wie dem Gesundheitswesen sind Qualität, Sicherheit und Verlässlichkeit ganz entscheidende, manchmal sogar lebenswichtige, Faktoren. Die vielfältigen Prozesse im Gesundheitswesen sowie die verschiedenen Möglichkeiten des Austauschs von sensiblen Patientendaten verlangen nach einem einheitlichen Standard, um Mehrfachbearbeitungen, doppelte Datenhaltung, technische Fehlerquellen und zeitliche Verzögerungen zu vermeiden. Standards sind die Grundlage für die Prozesse einer modernen und effizienten Gesundheitsdienstleistung. Der Einsatz von Standards kann Kosten senken und gleichzeitig die Versorgungsqualität der Patienten aufrechterhalten. Standards ermöglichen zudem die Interoperabilität von technischen Systemen. Deshalb tauschen die Partner im Gesundheitswesen über den einheitlichen X3-Standard ihre Dokumente und Informationen untereinander aus. Viele tausend Teilnehmer, die bereits das Gesundheitsnetzwerk X3.Net nutzen, profitieren von den Vorteilen einer zertifizierten und standardisierten Infrastruktur. So können sie sich auf den eigentlichen Versorgungsprozess konzentrieren, durch so erzielte Einsparungen Mittel für eine zielgerichtete und effiziente Versorgung von Patienten und Versicherten freisetzen und sich den entscheidenden Wettbewerbsvorteil sichern.

 


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